Ausbildungsrekord bei WAGNER

Azubi 2013

Zum Ausbildungsbeginn im Herbst 2013 starten gleich sieben junge Menschen ihre Ausbildung bei WAGNER. Rekord für den Mittelständler – und derzeit Ausnahme in der regionalen Wirtschaft. Insgesamt dreizehn Auszubildende stellen bei Wagner somit etwa ein Zehntel der Gesamtbelegschaft – und lernen unterschiedliche kaufmännische und technische Berufe: Ausgebildet werden Industrie- und Bürokaufleute, Fachinformatiker, Verfahrensmechaniker (Kunststoff- und Kautschuktechnik) und - neu ab 2013- Fachlageristen. „Wer ausbildet, denkt zukunftsorientiert“ – könnte die Botschaft lauten.

Denn WAGNER hat gute Gründe für sein starkes Ausbildungs-Engagement: Es geht um die viel beschworene Fachkräftesicherung – im gewerblichen, aber auch im kaufmännischen Bereich. Denn auf den eigenen Nachwuchs zu setzen und in dessen Fähigkeiten zu investieren, hat sich als gute Entscheidung erwiesen: Das Ziel ist immer, alle Azubis nach Ausbildungsabschluss zu übernehmen. Mit Erfolg, denn ehemalige Auszubildende bekleiden heute leitende Positionen im Unternehmen – möglich auch durch eine gezielte Weiterbildungsförderung im Anschluss an die Ausbildung.

Dass in vielen Ausbildungsberufen bereits ein dramatischer Nachwuchsmangel herrscht, weiß Studiendirektor Hermann Eble, Leiter der Kaufmännischen Berufsschule Lahr: „Wir stellen in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Anzahl von Auszubildenden fest. So hatten wir letztes Jahr bei den angehenden Industriekaufleuten zwei Klassen mit über vierzig Schülern – dieses Jahr wird es nur eine Klasse geben, und auch diese ist bislang schwach besetzt.“

Johannes Silberer, bei der IHK Südlicher Oberrhein im Bereich Berufsbildung zuständig für Zahlen & Fakten, sieht mehrere Gründe für die abnehmende Zahl der Ausbildungsverhältnisse: „Bei den Industriekaufleuten ist der Rückgang besonders drastisch: Zum 31.07.2013 wurden 20 % Prozent weniger Verträge bei der Kammer eingetragen als im Vorjahr. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen gehen aufgrund der demographischen Situation die Schulabgängerzahlen zurück, zum anderen sehen mehr Abiturienten als früher die Präferenz im Studium. Auf alle Ausbildungsberufe bezogen, verzeichneten wir zum 31.07.2013 einen Rückgang um 6 %.“

Verstärkt Werbung machen für noch mehr Ausbildung kann allen Beteiligten helfen – Unternehmen und Ausbildungssuchenden. Denn gerade im Mittelstand ist – entgegen dem Trend – oftmals mehr möglich als man denkt. Ellen Wagner, HR-Verantwortliche bei WAGNE, bestätigt: „Geplant hatten wir für 2013 ursprünglich vier Ausbildungsplätze; eingerichtet haben wir am Ende sieben. Nicht weil wir die vermeintlich billigen Arbeitskräfte gebraucht haben – ein wirklich schlimmes Vorurteil –, sondern weil qualifizierte Bewerber vor der Tür standen, die wir unbedingt behalten wollten!“.

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